andreas lutz körpertherapie

vier wichtige Elemente

VINYASA – Atmung und Bewegung

Verschmelzen Atmung und Bewegung miteinander, dann entsteht Vinyasa. Langsam, tief und gleichmäßig läuft die Atmung und ist mit einer Bewegung verbunden. So entsteht Intensität und Rhythmus, der Körper wird von Spannungen befreit und gleichzeitig immer stärker.

Wenn Du versuchst, Glas zu biegen während es kalt ist, wird es brechen. Erst durch Hitze kann es beliebige Form annehmen. Dein Körper verhält sich genauso. Versuchst Du ohne die nötige Hitze die Asana auszuführen, kannst Du Dich verletzen. Deine Vinyasa-Praxis erzeugt dieses innere Feuer.

Ujjay – der rauschende, siegreiche Atem

Man sagt, dass Yogis mit Ujjayi-Atmung Schnee zu schmelzen vermögen. Hitze mag Deine erste Erfahrung mit dieser Technik sein. Mit zunehmender Praxis wird die Energie subtiler. Es entsteht eine ruhige gleichmäßige Kraft tief in Dir. So kannst Du schier unmögliche physische Anstrengung mit Leichtigkeit meistern.

Oberflächlich betrachtet heben Muskeln den Yogi in die Luft. Doch die Atmung gibt den Muskeln erst die Energie dafür. Energie (Prana) ist die Grundlage von allem. Sie kann mit Bewusstsein in jeden beliebigen Teil des Körpers geleitet werden, um diesen zu heilen und zu kräftigen. So ist der Atem für den Yogi der Schlüssel zu Gesundheit, Kraft und Vitalität. Wo kein Atem, da ist auch kein Leben.

Bhandas lenken die Energie

Bandha leitet Energie. Es handelt sich also um eine sehr subtile Technik. Physische Aktion und Muskelkontraktion ist daher nur ein kleiner Teil von Bandha. Mula Bandha und Uddiyana Bandha sind die beiden wichtigsten Ventile im Ashtanga Yoga.

Mula Bandha ist mit der Ausatmung verbunden, Uddiyana Bandha mit der Einatmung. Beide Bandhas bleiben während der gesamten Praxis fortwährend aktiviert. Am Anfang ist dies sehr schwer und Du wirst immer wieder feststellen, dass Du Bandha vergessen hast. Sehe das als einen Erfolg, denn Du hast Dich erinnert. Mit Praxis wirst Du Dich immer öfter an Bandha erinnern, bis es zum konstanten Begleiter Deiner Praxis wird.

Drishti – der gerichtete blick

Dieses „auf einen Punkt schauen oder ausgerichtet sein“ während des Übens dient mehr der Innenschau und hat weniger mit der physischen Sicht zu tun. Der Drishti fördert mentale Stille. Wenn der Blick ganz ruhig auf einen Punkt gerichtet ist und dort fixiert bleibt, wirkt das beruhigend und zentrierend auf den Geist.